Uli Libor, mehrfacher Olympiamedaillengewinner und vielfacher Deutscher- und Weltmeister im Segeln hat diese Woche sein neues Boot – eine 2.4mR Rennyacht mit dem Namen NO CREW,  NO CRY – auf dem Aasee erstmals ausprobiert und zusammen mit erfahrenen 2.4mR Seglern des SCM trainiert. Das Ganze fand unter Corona Bedingungen statt, allerdings ist das bei einem Einmannboot auch relativ einfach zu bewerkstelligen.

Segel-Club Münster e.V.
Foto: Segel-Club Münster e.V.

Wieso auf dem Aasee? Ganz einfach: das neue Boot der Segellegende wurde im Münster bei Stefan Kaste‘s Firma FOR-SAIL (Gewerbegebiet  Nord Rudolf Diesel Straße) ausgebaut und optimiert, nachdem der Rumpf mit einem neuen Design in England produziert wurde. Da in Münster beim SCM eine starke Flotte der kleinen 2.4mR Yachten zu Hause ist und gute Kontakte zum heimischen Segel Club bestehen, war klar, dass die ersten Trimmschläge in Münster stattfinden sollten, um ggf. technische Nachbesserungen vornehmen zu können. Vorher wurde Libors Boot und eine weitere Super 3 von Stefan Kaste, so heißt diese Variante der 2.4mR Klasse, noch akribisch vermessen und ein „Sinktest“ durchgeführt, um genau den internationalen Klassenvorschriften zu entsprechen.

In dieser Woche wurden die neuen Boote intensiv auf dem Aasee in gemeinsamen Trimmschlägen ausprobiert und mit den vorhandenen schnellen SCM Booten verglichen. Erfahrene SCM Regattasegler und der Münsteraner Bootsfachmann Stefan Kaste standen mit Ihren Booten unter Corona Bedingungen als Sparringspartner für die Neukonstruktion und den Toppsegler Uli Libor zur Verfügung.

Es hätte schon etwas mehr und konstanterer Wind sein können, aber dafür war es sonnig auf dem Aasee und die ersten Ergebnisse mit dem neuen Bootstyp waren vielversprechend. Wie schnell das Boot im neuen Design wirklich ist, kann sich erst zeigen, wenn es zum Vergleich wieder ernsthafte Regatten in Deutschland  gibt. Diese sind vorerst jedoch, wie andere Sportwettkämpfe auch, aus gutem Grund noch verboten.