Der Sport in Münster setzt weiter auf junge Führungskräfte: Nach der Berufung von Kerstin Dewaldt (37 Jahre) zur Leiterin des städtischen Sportamtes hat der Stadtsportbund Münster als Dachverband aller 200 Sportvereine „nachgelegt“: Zum 1. Oktober verstärkt der 36-jährige Robin Schneegaß den SSB als Geschäftsführer.
Robin Schneegaß (Bildmitte) startet im Oktober als Geschäftsführer beim SSB. Über die Verstärkung freuen sich der Vorsitzende Michael Schmitz (li.) und der stellvertretende Vorsitzende und Finanzvorstand Roland Wischermann (re.).

Robin Schneegaß war bis Ende 2002 Leistungssportler im Bereich Drei- und Weitsprung und besuchte zugleich die „Eliteschule des Sports“, das Sportgymnasium Neubrandenburg. Nach Münster zog es ihn für das Studium der Ethnologie, Politikwissenschaft und Geographie. Auf Stationen als Lehrbeauftragter an den Universitäten in Münster und Tübingen folgte der Wechsel zum Landessportbund NRW in Duisburg. Dort ist Schneegaß seit mehr als drei Jahren als Referent für „Integration durch Sport“ für die fachlich-inhaltliche Führung von 18 Fachkräften in den Kreis- und Stadtsportbünden des Münsterlandes und Ostwestfalen-Lippes verantwortlich.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Robin Schneegaß den bereits eingeschrittenen Weg der Erneuerung, Modernisierung und Professionalisierung des SSB Münster konsequent fortsetzen werden“, freut sich der ehrenamtliche Vorsitzende Michael Schmitz. „Von den aktuell hauptamtlich tätigen Kollegen kennt Robin Schneegaß bereits drei persönlich und aus der Zusammenarbeit. Das wird seinen Start erleichtern.“ Zudem bestehe ein enorm hohes Maß an Übereinstimmung, was die Agenda für den SSB anbelangt: „Als wichtige Themen sehe ich den Neuaufbau der ,inneren Verwaltung des SSB Münster‘, neue Impulse für die klassischen Themen der Qualifizierungsarbeit, insbesondere auch in Kooperation mit dem Sportbildungswerk, und die Breitensportentwicklung“, sagt Schneegaß. Als gesellschaftlich relevante Trends hat er die Digitalisierung, die Organisationsentwicklung der Sportvereine, das Wachstum des SSB Münster in Hinblick auf eigene Trägerschaften und die weitere Vergrößerung des hauptamtlichen Personalstamms ausgemacht.