Es ist so weit: Morgen, am 5. August, beginnt in Münster der 21-tägige Aktionszeitraum des internationalen Wettbewerbs „Stadtradeln 2020“.
Vom 5. bis 25. August heißt es, beruflich und privat möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen, die erradelten Kilometer zu erfassen und gemeinsam ein Zeichen für Radverkehr, Klimaschutz und Lebensqualität zu setzen. Teilnehmen am Stadtradeln können alle, die in Münster wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine der Bildungseinrichtungen besuchen. Über 1600 Radelnde haben sich bereits im Vorfeld in rund 250 Teams zusammengeschlossen und für das Stadtradeln registriert. Die Organisatoren der Stadtverwaltung freuen sich auf viele weitere Stadtradler.

Foto: Stadt Münster

Gemeinsam mit den „Stadtradeln-Stars“ der Aktion, Dr. Simone Schehka,  Direktorin des Allwetterzoos, und der Türmerin Martje Saljé wirbt Oberbürgermeister Markus Lewe dafür, sich auf das Rad zu setzen.
„Die Leeze ist für einen Großteil der Münsteranerinnen und Münsteraner fester Bestandteil ihrer Alltagsmobilität. Der große Radverkehrsanteil in Münster von rund 40 Prozent trägt viel zum typischen Lebensgefühl in unserer Stadt bei, darüber hinaus ist jede Fahrt mit dem Rad ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz“, erklärt Oberbürgermeister Markus Lewe. Die Freude am Radfahren zu teilen sei eines der Ziele des Wettbewerbs Stadtradeln. Als stadtweite Mitmachkampagne könne die Aktion auch für den notwendigen Wandel zu nachhaltigen urbanen Mobilitätsstrukturen sensibilisieren, so der Oberbürgermeister.
Dieses Anliegen teilen auch Simone Schehka und Martje Saljé, die beide als „Stadtradeln-Stars“ dabei sind und in dieser Sonderkategorie besonderes Engagement zeigen: Sie dürfen als Stadtradeln-Stars an den 21 Stadtradeln-Tagen kein Auto von innen sehen.
„Als Mitglied der münsterschen ‚Allianz für Klimaschutz‘ setzt sich der Allwetterzoo intensiv mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinander. Privat versuche ich auch heute schon, viele Wege mit dem Rad zurückzulegen“, erklärt Zoodirektorin  Simone Schehka ihr Engagement. Drei Wochen ohne Auto mobil zu sein sei für sie aber mit einer besonderen Herausforderung verknüpft: „In zwei Wochen ziehe ich um. Dann auch als Mitfahrerin in kein Auto steigen zu dürfen, ist ein echter Härtetest.“
Für Martje Saljé bedeutet der Verzicht aufs Auto dagegen keine so große Umstellung. „Ich besitze gar kein Auto und bin in meinem Alltag schon seit vielen Jahren autofrei unterwegs. Das klappt in der Regel erstaunlich gut“, so die Türmerin, die von ihrem Arbeitsplatz hoch oben auf der Lambertikirche einen guten Überblick über das Radverkehrsgeschehen in der Stadt hat. „Am liebsten würde ich mit dem Fahrrad sogar bis in mein Büro fahren, allerdings liegen 300 Stufen zwischen Fahrradstellplatz und Arbeitsplatz“, ergänzt Saljé mit einem Augenzwinkern.

Anmelden zum Stadtradeln kann man sich online unter www.stadtradeln.de/muenster