
Münster bleibt Deutschlands mobilitätsfreundlichste Mittelstadt
Aktuell · 6. November 2026
Münster ist erneut die mobilitätsfreundlichste mittelgroße Stadt Deutschlands. Im aktuellen ADAC-Monitor „Mobil in Mittelgroßstädten“ belegt die Stadt unter 29 untersuchten Kommunen mit weniger als 500.000 Einwohnern den ersten Platz. Bereits bei der ersten Erhebung 2021 lag Münster vorn. Das Ergebnis gab der ADAC am 3. November bekannt.
Besonders zufrieden sind die Menschen in Münster mit dem Fahrradverkehr, dem Fußverkehr und dem öffentlichen Nahverkehr. Kritik gibt es dagegen am Autoverkehr. Insgesamt erreicht Münster einen Zufriedenheitsindex von 32. Damit liegt die Stadt vor Freiburg und Erfurt (jeweils 29) und deutlich über dem Durchschnitt aller untersuchten Kommunen (17).
„Rang eins im bundesweiten Vergleich ist eine schöne Bestätigung, aber kein Grund, sich zurückzulehnen“, sagt Oberbürgermeister Tilman Fuchs. Die Ergebnisse zeigten, dass die Stadt bei der Mobilitätsplanung vieles richtig mache, aber auch, wo Verbesserungsbedarf bestehe.
Für den repräsentativen Monitor befragte der ADAC im Juni rund 11.600 Einwohner, Pendler und Besucher in 29 Städten. Bewertet wurden die vier Mobilitätsformen Auto, ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr, die jeweils zu einem Viertel in das Gesamtergebnis einflossen.
Gute Noten für Rad, Fuß und Bus
Beim Fußverkehr liegt Münster mit einem Zufriedenheitsindex von 42 bundesweit auf Platz eins. Besonders positiv bewerteten die Befragten die direkten Wege, die Aufenthaltsqualität und die Möglichkeiten, Straßen sicher zu überqueren.
Beim Radverkehr erreicht Münster mit 45 Punkten den zweiten Platz hinter Freiburg (46). Vor allem das Angebot an Radwegen, die direkten Verbindungen und die Verkehrsführung an Kreuzungen schneiden gut ab.
Auch der ÖPNV wird überdurchschnittlich bewertet. Mit 42 Punkten liegt Münster bundesweit auf Rang vier. Besonders das Preis-Leistungs-Verhältnis erhält gute Noten.
Anders sieht es beim Autoverkehr aus: Hier überwiegt mit einem Index von minus zwei erstmals die Unzufriedenheit. 2021 hatte Münster in dieser Kategorie noch den Spitzenplatz belegt. Besonders kritisch sehen die Befragten das Baustellenmanagement, die Parkgebühren und das Verhalten von E-Scooter-Fahrenden. Bundesweit fällt die Bewertung des Autoverkehrs allerdings noch schlechter aus. Der Durchschnitt liegt bei minus neun.

Weitere Projekte für die Mobilitätswende
Stadtbaurat Robin Denstorff sieht die Ergebnisse als Bestätigung für den eingeschlagenen Kurs: „Eines unserer zentralen Ziele ist es, den Umweltverbund von Fuß-, Rad- und öffentlichem Nahverkehr weiter zu stärken.“ Gleichzeitig müsse die Stadt zeitgemäße Lösungen für den Auto- und Parkverkehr entwickeln.
Grundlage dafür ist der 2024 beschlossene Masterplan Mobilität. Zu den aktuellen Projekten gehören neue Fahrradstraßen am Hessenweg und an der Kötterstraße sowie Arbeiten an der Veloroute Altenberge–Münster. Im öffentlichen Nahverkehr werden unter anderem die Busspur auf der Weseler Straße ausgebaut und die Umweltspur auf der Warendorfer Straße verstetigt. Auch die Finanzierung der Reaktivierung der Bahnstrecke Münster–Sendenhorst ist inzwischen gesichert.
Darüber hinaus ordnet die Stadt mit einem integrierten Parkraumkonzept das Parken neu. In diesem Jahr entstanden unter anderem neue Bewohnerparkzonen in Pluggendorf und im Erphoviertel. Außerdem wurden weitere Stellplätze für den Ausbau des Carsharing-Angebots bereitgestellt.
Fotos/Infos: Stadt Münster / Roski





