
SSB-Präsident Schmitz warnt vor Einsparungen: „Wir dürfen jetzt nicht am Sport sparen“
Münster · 4. November 2026
Neues Präsidium des Stadtsportbundes Münster nimmt Arbeit auf / Schneegaß und Lammers zu hauptamtlichen Vorständen berufen
Münster. Angesichts der schwierigen Finanzlage der Stadt warnt der Stadtsportbund (SSB) Münster vor Einsparungen im Sport. „Bei allem Verständnis für die schwierige Finanzlage der Stadt dürfen wir jetzt nicht in den Fehler verfallen und am Sport sparen“, betont der neue SSB-Präsident Michael Schmitz. Die Sportvereine seien ein unverzichtbarer Teil der sozialen Infrastruktur Münsters. Ihre Bedeutung gehe weit über Bewegung und Wettkampf hinaus: Sie schafften Gemeinschaft, vermittelten Werte, förderten Integration und leisteten einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt der Stadtgesellschaft.
Die Warnung fällt in eine Zeit, in der der organisierte Sport in Münster deutlich wächst. Die rund 200 Vereine haben ihre Mitgliederzahl in den vergangenen vier Jahren von 97.000 auf 120.000 gesteigert. Dieses Wachstum bewältigten die Clubs bei stagnierender bis sinkender Förderung mit großem ehrenamtlichem Engagement, sagt Schmitz. „Wenn hier mit dem Rasenmäher gekürzt wird, bricht die Sportinfrastruktur der Stadt zusammen“, warnt er.
Unterdessen hat das neue Präsidium des SSB seine Arbeit aufgenommen. Gut drei Monate nach der Mitgliederversammlung wurde die neue Satzung ins Vereinsregister eingetragen. Damit war der Weg frei für die konstituierende Sitzung des Gremiums.
Die Mitgliederversammlung hatte am 15. Juli Michael Schmitz als Präsidenten sowie Elke Wirtz, Jens Bruckmann und Michael Willnath als Vizepräsidenten gewählt – jeweils einstimmig. In seiner ersten Sitzung beschloss das Präsidium ebenfalls einstimmig die Erweiterung des Gremiums: Hedwieg Lieckefedt (Marathon Münster) und Dr. Ulrich Thelen (Germania Mauritz/Boxzentrum Münster) wurden zu ordentlichen Präsidiumsmitgliedern gewählt, Rainer Uetz (Residenz Münster/Laufsportfreunde Münster) zum Berater des Präsidiums berufen.
Erstmals berief das Präsidium zudem zwei Mitarbeiter der Geschäftsstelle in eine zunächst bis Ende 2027 befristete hauptamtliche Vorstandstätigkeit: Geschäftsführer Robin Schneegaß und Thomas Lammers.
Mit der neuen Struktur sollen die strategische und die operative Verantwortung des SSB klarer voneinander getrennt werden. Das Präsidium übernimmt künftig insbesondere die strategische und sportpolitische Führung sowie die Grundsatzkommunikation des Verbandes. Der hauptamtliche Vorstand verantwortet gemeinsam mit dem Geschäftsstellenteam die operative Arbeit und die Umsetzung der Beschlüsse.
Foto / Infos: SSB





