Münster aktiv

Vereine übernehmen testweise Verantwortung in Münsters Hallenbädern

Personalmangel, hohe Betriebskosten und ein erheblicher Sanierungsbedarf setzen Münsters zehn städtische Schwimmbäder unter Druck. Deshalb testet die Stadt nach den Herbstferien ein neues Modell: In den Hallenbädern Wolbeck und Süd übernehmen Vereine während ihrer Schwimmzeiten probeweise den Betrieb. Die Pilotphase läuft bis Jahresende. Das Schulschwimmen und der öffentliche Badebetrieb bleiben davon unberührt.

Ziel ist es, den Personalaufwand der Stadt zu reduzieren und zusätzliche Schwimmzeiten für Vereine und die Öffentlichkeit zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen Abläufe und Zuständigkeiten effizienter organisiert werden.

Auch der bauliche Zustand vieler Bäder bereitet Sorgen. Die meisten städtischen Bäder sind mehr als 50 Jahre alt und müssen in den kommenden Jahren umfassend saniert werden. Besonders dringlich ist die Situation im Ostbad und im Hallenbad Hiltrup. Allein für die Sanierung des Ostbads werden mindestens 20 Millionen Euro veranschlagt. Für die technische und energetische Sanierung des Hallenbads Hiltrup wurde die Stadt vom Bund für eine Förderung von 1,2 Millionen Euro ausgewählt.

Die Stadt will im kommenden Jahr den Zustand und die Zukunftsperspektiven aller Bäder bewerten. Auf dieser Grundlage sollen dem Rat voraussichtlich im ersten Quartal 2027 Vorschläge für priorisierte Maßnahmen vorgelegt werden.

Infos: Stadt MS / Foto: M. Lyra

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