
Nienberge dreht am (Rhön)Rad
Aktuell · 24. September 2026
Nienberge. 170 Sportlerinnen und Sportler, 13 Vereine aus ganz Westfalen und eine Halle, in der es richtig eng wurde: Beim 2. Kaderpokal im Rhönradturnen 2026 am 19. September war in Nienberge ordentlich was los. Überall rollten Rhönräder, auf der Fläche wurde geturnt, am Rand mitgefiebert und auf den nächsten Einsatz gewartet.
Mittendrin der Gastgeber DJK SC Nienberge. Rund 40 Sportlerinnen und Sportler gehören inzwischen zur Rhönradgruppe, darunter vier Jungen. Zwei vierte Plätze gingen an den Gastgeber: in der Altersklasse 19 bis 24 Jahre und bei den 9- bis 10-Jährigen. Besonders spannend: Bei den Jüngsten erturnte sich ein Nienberger Junge den vierten Platz. Zehn Nienberger Sportlerinnen und Sportler schafften zudem die Qualifikation für den nächsten Kaderpokal.
Dass in Nienberge längst eine große Rhönradfamilie entstanden ist, merkt man nicht nur bei Wettkämpfen. Die Nachfrage ist so groß, dass die Warteliste derzeit geschlossen ist. Wer neu mit dem Rhönradturnen anfangen möchte, muss sich also gedulden.

Eine, die den Sport in Nienberge seit fast drei Jahrzehnten kennt, ist Jenny Hentschel. Seit 29 Jahren ist sie mit dem Rhönradturnen verbunden, inzwischen als Trainerin. Sie hat miterlebt, wie sich aus der eher seltenen Sportart eine gefragte Abteilung entwickelt hat.
Denn Rhönradturnen gibt es längst nicht an jeder Ecke. Die nächsten Vereine liegen unter anderem in Oer-Erkenschwick und Dortmund. Für viele Kinder aus Nienberge und Umgebung ist das Training beim DJK SC Nienberge deshalb eine besondere Gelegenheit, diesen ungewöhnlichen Sport direkt vor der Haustür kennenzulernen.
Und weil so viel Begeisterung auch Platz und Material braucht, darf sich die Abteilung über ein neues Rhönrad freuen. Der Gewinn des Kaderpokals reicht für die Anschaffung. Jetzt fehlt nur noch der Platz dafür. Die Halle ist schließlich schon jetzt gut gefüllt.
Vielleicht ist genau das aber das schönste Problem, das ein Sportverein haben kann: Es gibt mehr Kinder, die turnen wollen, als Platz und Rhönräder vorhanden sind.
Foto: Jenny Hentschel




